08 CCS - Kohlendioxidspeicherung in Bremen?

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CCS – Kohlendioxidlagerung in Bremen?


Hier die altualisierte Version vom Juni 2011:
CCS in HB.pdf
und hier das Original von 2009:


CCS (Carbon Capture and Storage) gehört zu den neuen Groß-Technologien, die die Illusion, dass wir so weitermachen können wie bisher, verbreiten sollen. E-On plant Probebohrungen u.a. in der Wesermarsch und im Holler Land (1).

CCS – Warum wird das gemacht?
Die Klimaerwärmung lässt uns zwei Möglichkeiten: Die Akzeptanz unkontrollierbarer Folgen oder radikale Veränderungen im Energieverbrauch. Der Bericht der offiziellen überstaatlichen UN-Insti­tution Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) wies auf die enormen Kosten der Erder­wärmung für den kapitalistischen Weltmarkt hin. Um diese Kosten im Griff zu behalten, fordert der Bericht global (für die BRD) eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 50 (80) % bis 2050 (2).
Die mächtigen Energiekonzerne wissen, dass dezentrale Energieversorgung ihre Monopolmacht gefährdet und setzen deshalb weiterhin auf Großtechnologien: Atomkraft, Kohlekraftwerke, auch riesige Off-Shore-Windparks oder Solar-Parks in der Sahara.
Länder wie die USA und China produzieren noch heute über die Hälfte ihres Stroms aus Kohle. (3) „Derzeit sind weltweit etwa 800 neue Kohlekraftwerke in der Planung.“ (4) Die Verstromung von Braun- und Steinkohle setzt riesige Mengen CO2 frei. Trotzdem setzt die Lobby auf Kontinuität. Die Internationale Energie Agentur (IAEA) erwartet dementsprechend eine weiterhin stark ansteigenden Stromproduktion und einen gleich bleibenden Anteil der Kohle daran:

Strom in Terawattstunden (5)...1971............2002.............2010.............2020.............2030
Weltstromproduktion.............5.209..........16.073..........20.185..........25.571..........31.656
davon aus Kohle...................2.095 (40%)..6.241 (39%)..7.692 (38%)..9.766 (38%).12.091 (38%)

„Die CO2-Verpressung dient als Rechtfertigung dafür, einfach weiterzumachen, also Kohle abzubauen und zu verheizen.“ (6) Ein Beispiel: „Vattenfall-Chef Josefsson ... demonstrierte einmal mehr kreativen Umgang mit der Wahrheit: "CCS-Technologie ist eine Schlüsselentwicklung, um das Ziel der CO2-freien Stromgewinnung zu erreichen." (7) Josefsson ist übrigens „seit neuestem Klimaberater des UN-Generalsekretärs“. (7) Die USA gehören zu den stärksten Befürwortern der CCS-Technologie. Von Seite der wirtschaftlich mächtigen Staaten wird CCS insbesondere im Rahmen des imperialistischen Diskurses um die Sicherheit der Energieversorgung vorangetrieben. Innerhalb dieses Diskurses geht es um die Technologien sowie um die ökonomischen und militäri­schen Mittel, mit denen diese Staaten Störungen ihrer Energieversorgung verhindern können. Kohle ist eben – im imperialistischen Neusprech - „der fossile Energieträger mit den größten globalen Reserven, sie ist zudem breit regional gestreut und birgt weniger geopolitische Risiken in sich, als dies für Erdöl und Erdgas der Fall ist“ (8)
Das Wuppertal Institut sieht denn auch eine Perspektive für CCS. „Die Verfügbarkeit langzeit­stabiler Speicher vorausgesetzt“ (8), im Falle erfolgreicher CCS Tests und der globalen Mög­lichkeit, dass eine ambitionierte Klimapolitik bis 2020 nicht verwirklicht werden kann, gibt es laut Wuppertal Institut, 2020 mit der CCS-Technologie noch die Chance „dann auf einen klimaschonen­den Pfad einzuschwenken.“ (8) Weitere Chancen sieht das Institut darin, durch CCS Länder wie China und die USA in die internationalen Klimaschutzverhandlungen einzubinden.

CCS – Was ist das?
Die CCS (Carbon Capture and Storage) -Technologie ist ein Verfahren in drei Schritten. „Der erste ist die Abscheidung, der zweite die Verflüssigung und der dritte die Verpressung.“ (6) Das größte Problem aber kommt erst danach, die langfristige, sichere Endlagerung. Der Energiekonzern Total begann in der Region Pyrénées-Atlantiques in Frankreich kürzlich die weltweit erste großtech­nische Erprobung der CCS-Technologie. Die Erprobung besteht aus einer Oxy-Fuel Abscheidungs-Pilotanlage in Lacq, einer alten Gas-Pipeline und der Verpressung in das ehemaligen, leere Gasfeld Rousse. Innerhalb von 2 Jahren sollen dort 50.000 Tonnen CO2 gespeichert werden. (9)
„Aufgrund der hohen Kosten und der komplexen Infrastruktur ist das CCS-Verfahren primär für große Kraftwerke oder Industieanlagen ... geeignet.“ (3) bzw. „nur in großtechnischem Maßstab sinnvoll“. (8)
Das Wuppertal Institut kritisiert, dass umfassende Studien zu „den ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen über die gesamte Prozesskette ..., wie sie für andere Energietechno­logien ... heute selbstverständlich“ (8) sind, nicht vorliegen.

CCS – Das erste Problem: Die Kohlegewinnung
Ein herkömmlichen Kohlekraftwerk produziert aus 0,32 kg Steinkohle 1 kWh elektrischen Strom. Das entspricht einem Wirkungsgrad von 38 %. (10) Modernste Technologie erreicht heute einen Wirkungsgrad von 43 % bei Braun-, 46 % bei Stein-Kohlekraftwerken und 58 % bei Gaskraft­werken. Dieser Trend zur Verbesserung des Wirkungsgrad stößt an prinzipielle technische Grenzen. (8) Alle CCS-Verfahren sind energieaufwändig. Manche verschlechtern die eh schon bescheidene Energieeffizienz der Stromerzeugung aus Kohle von 38 auf bis zu 23 %. D.h. dass bis zu 66 % mehr Kohle gebraucht wird, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen. Unberück­sichtigt in diesen Berechnungen ist der Energieverbrauch und Klimagasausstoß aus Kohleabbau und -Transport.
Kohle wird heute zunehmend in den Schwellenländern gewonnen. Dort sind einerseits die Arbeitskräfte billiger und die Umweltauflagen existieren – wenn überhaupt – meist nur auf dem Papier. Andererseits ist das sowohl für die CO2-Bilanz – nicht nur – der BRD als auch für die Verminderung der Luftverschmutzung hier gut. Zu den drei wichtigsten Kohle-Exportländern zählen Indonesien und Südafrika. (12)
Für die globale CO2-Bilanz ist das schlecht: Die CO2-Abscheidung ist nur am Kraftwerk möglich. Es fällt zusätzlicher CO2-Ausstoß beim Transport und durch die katastrophalen Abbau-Bedingungen an. Lokal hat das erhebliche negative Auswirkungen u.a. auf „die Zerstörung von Lebensräumen, die Schädigung von Wasserläufen und die Luftverschmutzung.“ (3)

Steinkohleproduktion....1990 (11).............2000 (11).............2004 (12)
VR China....................1.050.600 Mio t....1.005.000 Mio t.....1.540.000 Mio t
USA..............................861.600 Mio t.......909.300 Mio t.......935.800 Mio t
Indien............................207.800 Mio t.......313.100 Mio t.......373.000 Mio t
BRD...............................76.600 Mio t.........37.400 Mio t.........29.200 Mio t
Welt............................................k.A....3.460.000.Mio t.....4.219.200.Mio t

China wird da besonders oft und gerne kritisiert, denn dort herrscht eine brutale kapitalistische Modernisierungs-Diktatur einer sich kommunistisch nennenden Partei. Die Medien berichten über großflächig brennende und deshalb giftige, klimaaktive Gase ausstoßender Kohleflöze (13) oder immer wieder über hunderte toter Bergleute. China ist heute mit Abstand weltgrößter Kohleprodu­zent, aber nur ein Beispiel für die in aller Regel menschenverachtenden Praktiken industrieller Pro­duktion im Trikont. Auch in China sind oft westliche Konzerne für diese Praktiken verantwortlich.

CCS – Das zweite Problem: Die Abscheidung
Die derzeitigen Kohlekraftwerksneubauten nutzen noch keine CO2-Abscheidung, da die Techno­logie nicht „marktreif“ ist. (3) Der TÜF zertifiziert Kohlekraftwerke aber als „Capture Ready“ wenn sie gewisse Bedingungen erfüllen. Dazu gehört zentral, dass für die Abscheidung „Flächen vorhanden und für die Nutzung freigegeben“ sind, sowie der „Zugang zu“ und „der Nachweis tatsächlich vorhandener Lagerkapazitäten“ (10) Die DUH kritisiert, dass dieser Standard nicht einmal fest beim Neubau von Kohlekraftwerken vorgeschrieben ist, wenn das „technisch oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist“.(14) Das Gesetz ist allerdings vorerst, für die ablaufende Legislaturperiode, gescheitert. (7)
Zur Abscheidung gibt es im Prinzip drei Verfahrensprinzipien.
1. Post-Combustion-Verfahren (der Verbrennung nachgeschaltete Verfahren) Das CO2 wird aus dem Rauchgas gefiltert. Die Vorteile sind, dass damit prinzipiell alte Anlagen nachrüstbar sind und diese CO2-Abscheidungs-Technologie am ausgereiftesten ist. Der Nachteil ist der extrem hohe Energieverbrauch. „Der Gesamtwirkungsgrad [sinkt] von 38 auf ca. 23 %, was einen 66 % höheren Kohlebedarf für die gleiche Stromproduktion bedeutet.“ (10) Eine weitere Folge dieser Technologie: Die Wahrscheinlichkeit von Sommersmog steigt beim Einsatz von CCS-Steinkohlekraftwerken um 94 % bzw. bei CCS-Braunkohlekraftwerken gar um 524 %. (8) Verant­wortlich ist neben der Produktion von Monoethanolamin für die Abscheidung der Transport. (8a)
2. Pre-Combustion-Verfahren (der Verbrennung vorgeschaltete Verfahren) Voraussetzung sind Kraftwerke, die die Kohle vor dem Verbrennen vergasen. „Da IGCC-Kraft­werke ohne CO2-Abscheidung bereits mit technischen Problemen zu kämpfen haben, wird es bis zur Marktreife dieser Technologie jedoch noch einige Jahre dauern. Berechnungen zu Folge hat diese Variante der CO2-Abscheidung den geringsten Wirkungsgrad­verlust (< 10%-Punkte).“ (10) Selbst das bedeutet noch einen Mehrbedarf von Kohle von ca. 20 – 25%. Bis 2014 will RWE den Einstieg in diese Technologie mit einem 36OMW Kraftwerk schaffen. (8)
3. Das Oxyfuel-Verfahren
Vor einem Jahr ging eine erste Pilot-„Anlage zur CO2-Abscheidung mit dem Oxyfuel-Verfahren im Kraftwerk Schwarze Pumpe von Vattenfall in der Lausitz“ (4) in Betrieb. Beim Oxyfuel-Verfahren wird „die Kohle in einer Atmosphäre aus reinem Sauerstoff und CO2 verbrannt.“ (10) Auch beim Oxyfuel-Verfahren resultiert durch die CO2-Abscheidung ein um 30–50 % höherer Kohlebedarf (3). Das Oxyfuel Verfahren bietet „in Bezug auf die erreichbare Prozesseffizienz und die Kosten“ (3) die besten Aussichten.
Das Oxyfuel-Verfahren soll, im Gegensatz zu den anderen Verfahren, die knapp 80 % erzielen sollen, bis zu 99,5 % des CO2 abscheiden können. Da aber auch Kohle-Abbau, Transport etc erhebliche Mengen klimaaktiver Gase ausstoßen, ist die faktische Reduzierung deutlich geringer.

Aus all diesen Verfahren resultiert „die vermehrte Entstehung von Giftmüll durch die chemische Reaktion der [zur Abscheidung] eingesetzten Waschmittel.“ (3) Die Anlage zur Rauchgaswäsche „hat nicht die Größe einer Waschmaschine, sondern die eines Fußballfelds. Man müsste alles umbauen. Das ist nicht billig.“ (6)

CCS – Das dritte Problem: Die Verflüssigung
Das CO2-Gas wird unter Druck komprimiert bis „ein so genannter überkritischer Zustand [ent­steht, in dem das CO2 sich] wie eine Flüssigkeit [verhält], ... aber eine geringere Dichte [hat]“ (6) Für diesen Prozess der meist elektrischen Kompression und Kühlung sinkt der Wirkungsgrad der Kohlekraftwerk um ca. 3,5 %. (8)
CCS – Das vierte Problem: Der Transport
Es braucht eine eigene CO2-Transport Infrastruktur mit Pipelines, großen Spezial-Schiffstankern, Zwischenspei­chern sowie Ver- und Entladestationen. Ein Transport per Bahn kommt nicht in Frage, da einerseits zu teuer, andererseits Güterzüge zu kleine Ladekapazitäten haben. (8) Der Trans­port von CCS per LKW, wie es Vattenfall in der Schwarzen Pumpe betreibt, verharmlost das Problem. „Braunkohle­kraftwerke in Deutschland ... haben einen Ausstoß ... von ... 15 oder 30 Millionen [t CO2] ... aus einem einzigen Kraftwerk“. (6) Durch die Einführung von CCS wird sich das Transportaufkommen also „in erheblichem Maße erhöhen. Das gilt auch für das Risiko von Pipeline- und Schiffs­unfällen.“ (8) Es geht allein für die BRD um den Transport von 328 Mio t CO2 / Jahr beim Einsatz von CCS als Brückentechnologie und um bis zu 586 Mio t CO2 / Jahr bei einer auf CCS basierenden Klimaschutz-Strategie. (8)
CCS – Das fünfte Problem: Die Verpressung und Langzeitlagerung
Seit Jahren wird CO2 bereits in die Erde verpresst, um die Ausbeutung von Öl- und Gasfeldern um eine letzten Phase zu verlängern. „Im brandenburgischen Ketzin [verpresst das] ... Helmholtz-Insti­tut seit 2008 CO2 zu Forschungszwecken in ein altes Gasfeld.“ (15): Dem Helmholtz-Institut ist kürzlich wegen unverantwortlichem Handeln die Zuständigkeit für das Atommülllager Asse ent­zogen worden. Die Ölkonzerne Shell und Statoil investierten 60 Millionen in die Verpressung in ein leeres Ölfeld unter der Nordsee. Diese norwegischen Pilotprojekte zur Verpressung von CO2 unter der Nordsee galten als Beweis der Machbarkeit. Die Konzerne „haben erklärt, dass sie kein weiteres Geld in das Projekt stecken wollen. Technisch sei es zwar möglicherweise realisierbar, finanziell aber ein 'Fass ohne Boden' und somit kommerziell uninteressant.“ (16)
Als weitere potentielle CO2-Endlager werden genannt (3):
- Verpressung in über 800 Meter Tiefe gelegene salzhaltige Grundwasserschichten
- Verpressung in tiefe, nicht abbaubare Kohleflöze
- Verpressung in der Tiefsee (diese gilt als extrem risikoreich. Nur noch Japan forscht daran (7))
- Mineralisierung durch Anbindung an Silikate
- „Verfütterung“ an Algen zur Biomasseproduktion (hier wird zu recht angemerkt, dass das CO2 recht bald wieder freigesetzt wird. (17))
„Von einer rein technologischen Warte aus betrachtet scheint es auf viele Jahrzehnte hinaus ausreichend Kapazitäten zur Einlagerung der globalen CO2 Emmissionen zu geben. Allerdings besteht ein hohes Maß an Unsicherheit hinsichtlich der grundsätzlichen Eignung der verschiede­nen Speichervarianten.“ (3) Bereits der Begriff CCS ist verharmlosend, denn Storage beschreibt eine vorübergehende Lagerung, was nicht in Betracht kommt. (17) Die Langzeit-Sicherheit aber ist die Achillessene der CCS-Technologie. Wie bei der Atommüllendlagerung besteht das ungelöste Problem der Vermittlung von Risiken über 10.000de von Jahren und es besteht aufgrund der enormen Größe und hohen Anzahl der nötigen CO2-Lagerstätten die Unmöglichkeit, sie alle vor natürlichen oder künstlich herbeigeführten geologischen Veränderungen zu schützen. (17)
Tiefliegende salzhaltige Grundwasserschichten, wie an den Bremer Standorten, machen knapp 2/3 der bundesweiten Speicherkapazität aus. Die Verpressung von CO2 würde dort zur Versauerung des Wassers führen. Die Konsequenz wäre die Veränderung von umliegenden Gestein und von Lager-Verschlüssen durch Korrosion. (8) Außerdem kann CO2 nur in offene salzhaltige Grund­wasserschichten eingelagert werden, da es ja das Salzwasser verdrängen soll. Wenn aber das Salzwasser entweichen kann, könnte auch das verpresste CO2 entweichen. Es wird, so Bossel, mit zeitlicher Verzögerung freigesetzt. (17) Das Wuppertal Institut ist vorsichtiger: Es ist festzustellen, das bisher „keine hinreichenden Erkenntnisse über das Verhalten von CO2 in Untergrund­speichern“ (8) vorliegen.
Knapp ein weiteres 1/3 der Speicherkapazität in der BRD entfällt auf tiefe Kohleflöze. Hier stellt aus Klimaschutzgründen das Verdrängen und mögliche Entweichen von Methan das größte Problem dar. (8) Methan wird in seiner klimaschädigenden Wirkung von Klimaforschern als 20 bis 30 Mal so stark eingestuft wie CO2. (18)
Das CO2 soll aber dauerhaft gespeichert bleiben. Unfälle, und die sind bei langfristiger Lagerung nicht ausschließbar, hätten in doppelter Hinsicht fatale Auswirkungen: CO2 ist schwerer als Luft, sammelt sich deshalb bodennah, z.B. in Senken. Einerseits ist CO2 zwar nicht giftig, aber: „Schon ein zehnprozentiger Anteil von CO2 an der Atemluft führt unabhängig von der Konzentration des zur Verfügung stehenden Sauerstoffs zum Tod.“ (7) Andererseits wirkt eine spätere Freisetzung des CO2 dann als Katalysator für den von der kapitalistischen Industriegesellschaft verursachten Klimawandel. Es wird dabei nicht einmal damit gerechnet, dass die Speicher wirklich dicht sind. Das Wuppertal Institut geht von einer tolerablen Leckage von 0,05 % pro Jahr aus.(8) Das erscheint völlig unverantwortlich, entspricht es doch allein für die BRD 164.000 t CO2 Ausgasung pro jährlicher Einlagerungsmenge beim Einsatz von CCS als Brückentechnologie.
Die Folgen plötzlicher Ausgasung von CO2 wurden bereits in den 1980er Jahren klar. 1984 starben dadurch am Manoun-See in Kamerun 37 Menschen. „Am 21. August 1986 ... setzte der Nyos-See schlagartig rund 1,6 Millionen Tonnen CO2 frei. Das Gas strömte in nördliche Richtung in zwei nahe liegende Täler und tötete Menschen und Tiere in bis zu 27 km Entfernung vom See. Etwa 1700 Menschen und Tausende von Tieren verloren ihr Leben.“ Als Auslöser vermuten die meisten Geologen einen Erdrutsch. „Einige glauben, dass ein kleiner Vulkanausbruch die Ursache war.“ „Eine Magmakammer unter dem Gebiet ist die Quelle“ des CO2. (19)

CCS – Das sechste Problem: Das Wasser
„Man geht davon aus, dass mit CCS-Verfahren der Wasserverbrauch [der Energieerzeugung] um 90 % zunimmt. (3) Wasser aber ist ein kostbares Gut, dass bereits heute zahlreichen Menschen nicht mehr ausreichend zugänglich ist. In Spanien ist bereits in mehrere halb leer gepumpte Süß­wasserreservoire Salzwasser eingedrungen. Die Uranförderung, als Teil der Energieerzeugung, ist bereits heute Australiens größter Wasserverbraucher (20).

CCS – Das siebte Problem: Die staatliche Förderung
Die staatliche Förderung arbeitet auf drei Ebenen, auf der rechtlichen, der finanziellen und der propagandistischen.
Am 1. April 2009 beschloss die Bundesregierung einen Entwurf zur rechtlichen Regelung der CCS-Technologie. (19) Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert daran u.a. folgendes: Das Gesetz regelt „die vorbehaltlose Gewährleistung einer kommerziellen Speicherung von CO2“ und trägt damit zum „Greenwashing für den Bau neuer Braun- und Steinkohlekraftwerke“ bei. Der CCS-Technologie wird Vorrang vor Geothermie (siehe auch das 9. Problem) zugesichert und die Haftung wird eingeschränkt. (14) §31 regelt die „Übertragung der Verantwortung“ auf den Staat, sprich die Steuerzahler_in. 30 Jahre nach Abschluss der Einlagerung kann das jeweilige Bundesland die Pflichten der Betreiber übernehmen. Es gibt eine Hintertür, das es auch noch früher geht. Voraussetzung ist, dass „die Langzeitsicherheit ... gegeben ist“ und die Weitergabe aller „gewonnenen Erkenntnisse“, „aller bisherigen Leckagen und erheblichen Unregelmäßigkeiten“. Kosten können nur zurück­gefordert werden, wenn die Betreiber „falsche oder unvollständige Angaben“ gemacht haben. (21)
Die CCS-Technologie „wird ... erhebliche Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen erfordern. Außerdem werden, sollte die Technologie erfolgreich getestet werden, zusätzliche Finanzierungs­instrumente notwendig sein, um sie auf dem Markt einzuführen.“ (3) Das Bundeswirtschafts­ministerium hat zu diesem Zweck das Forschungsprogramm COORETEC aufgelegt. Die Höhe der Förderungskosten „würde vermutlich eine weitgehende Abwendung von der Förderung von Effizienzstrategien und Ausbaustrategien regenerativer Energien verlangen.“ (8)

CCS – Das achte Problem: Die Unmöglichkeit als Brückentechnologie zu fungieren
Das Umweltbundesamt vertritt die Position, „dass es sich bei CCS um eine nicht nachhaltige Tech­nologie handelt, die allenfalls eine Übergangslösung darstellen kann“ (8)
Der Boom beim Kraftwerksneubau der nächsten Jahre kann nicht durch CCS abgefedert werden. Die Markteinführung der CCS-Technologie kann selbst nach Einschätzung der interessierten konzerneigenen Experten nicht vor 2020 bis 2030 erfolgen. Das heißt, das in großem Maße öffent­liche Fördergelder in eine Technologie gesteckt werden, die selbst in dem Falle, dass sie funktio­niert, bewirkt, dass die Klimaerwärmung sich die nächsten 10 bis 20 Jahre beschleunigt. Der Bau neuer Kraftwerke ist eine Entscheidung für die nächsten 40-50 Jahre. (3) Dann müssen die Treib­hausgasemissionen in den Industriestaaten aber weit stärker gesenkt sein, als das CCS-Lobbyisten verspechen.
Wenn CCS mehr als eine Brückentechnologie sein soll, „stößt CCS an strukturelle und potential­seitige Grenzen“. (8) Gemeint sind damit einerseits die extremen Investitionskosten, die in kurzer Zeit nach Marktreife anfallen, wenn wesentlich auf Basis von CCS Klimaziele erreicht werden sollen, andererseits die geologisch begrenzten Speicherkapazitäten.

CCS – Das neunte Problem: Die Verhinderung des Ausbaus Erneuerbarer Energien
Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke sind Grundlastkraftwerke. Sie lassen sich aufgrund techni­scher Eigenheiten anders als Gaskraftwerke weder beliebig drosseln noch herauffahren. Sie produzieren also im laufenden Betrieb immer eine annähernd gleiche Strommenge. Alle regenerativen Kraftwerke haben die Eigenschaft, je nach z.B. Sonneneinstrahlung, Windstärke oder Wassermenge wechselnde Strommengen produzieren. Grundlastkraftwerke behindern somit den Ausbau erneuerbarer Energien, da ihr Strom zuerst abgenommen werden muss. Der Bedarf von Strom aus erneuerbarer Energien wird dadurch begrenzt.
Für die Probebohrungen hat E-On die Vergabe des ausschließlichen Nutzungsrechts beantragt. Das „würde ... eine künftige Nutzung der warmen Erdsole etwa für Erdwärmegewinnung blockieren.“ (22) Um die Leckagegefahr niedrig zu halten ist eine ausschließliche Nutzung aber auch Voraussetzung.

Ihr Problem: Der Widerstand
"Es gibt so viel Widerstand, dass wir das Vorhaben erst einmal aufschieben" erklärte Vattenfall nach massiven Protesten der örtlichen Bauern im dänischen Jütland. Bei Aalborg sollte dort der bislang größte CO2-Speicher entstehen. (23) Auch etwas weiter südlich, im Nordwesten Schleswig-Holsteins, tut sich etwas „Der Widerstand gegen ein unterirdisches CO2-Lager ... [hat] schnell das Ausmaß einer Volksbewegung angenommen. ... Säle in Dörfern seien mit 600 bis 1000 Menschen gefüllt, wenn es um dieses Thema geht.“ (24) Der Kreisverwaltung Osterholz-Scharmbeck hat den E-On-Erkundungsantrag abgelehnt. (22)
Die bundesweite Kampagne „aus dem Auge aus dem Sinn“ (25) will leider nicht mehr als die Haftungsbedingungen verschärfen. Germanwatch ist da konsequenter, fordert „ein Kohlemora­torium, bis der Nachweis gebracht ist, dass CCS funktioniert und die Technologie verbindlich vorgeschrieben ist". (4)

Unser Problem: Die Umwelt-Lobby
Spätestens seit dem Agenda-Prozess von Rio haben sich die Verbände auf Lobby-Arbeit reduziert. Mit der Agenda 21 von Rio wurden Atomkraft (Kapitel 9) und Gentechnik (Kapitel 21) offiziell als nachhaltig anerkannt. Lobby-Arbeit verändert die eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit und die Art, wie Kritik geäußert wird. Voraussetzung ist, dass auf grundsätzliche Kritik, z.B. am Kapita­lismus, verzichtet wird, da der Verzicht darauf die Grundlage der eigenen Anerkennung und Etablierung darstellt. Die logische Folge der Lobby-Arbeit war es, den Kioto Prozess zu begrüßen, statt ihn als Umwandlung von Natur in eine Ware und deren kapitalistische Verwertung zu kritisieren. Der Kioto-Prozess basiert darauf, dass kapitalistische Unternehmen entsprechend der von US-Ökonomen Ronald Coase entwickelten neoliberalen Umweltpolitik ein "Recht auf Verschmutzung" (26) haben. Nach Vorstellung des Wuppertal Instituts sollen auch die CCS-Risiken als „Carbon Sequestration Bonds“ (CO2-Verpressungs Wertpapiere) an den Börsen gehandelt werden und bei Leckagen entsprechend entwertet werden. (8) Ein weiterer problematischer Aspekt solcher internationaler Verträge wie dem von Kioto ist das sie auf Nationalismus aus­gerichtet sind. Das spiegelt sich in der folgenden Stellungnahme von German­watch: „Da neu in Betrieb gehende Kraft­werke 40 oder sogar 60 Jahre lang Strom erzeugen können, belasten sie die CO2-Bilanz von Deutschland über Jahrzehnte.“ (4) Die neueste Entwicklung bei Greenpeace erklärt das nicht allein. „Atomkraft schadet Deutschland“ ist der Spruch, den Green­peace auf dem AKW Esensham plakatierte (27), der auf Flugblätter verbreitet wird (28) und mit dem auf T-Shirts auf der Anti-AKW-Großdemo am 5. 9. 2009 für Greenpeace geworben wurde.
Die entscheidende globale Perspektive gerät durch die nationale Brille immer weiter aus dem Blick. Wenn hier energiefressende Aluminium-Hütten geschlossen werden, ist das gut für Deutschland und seine CO2-Bilanz. Das Aluminium wird jetzt unter deutlich schlechteren Arbeits- und Umweltstandarts in China und Mosambique produziert. Trotz Kioto ist das schlecht – nicht nur fürs Klima.

Aluminiumproduktion, ohne Recycling in 1000 t (29)
Land............1980................1990................2000................2005
Welt............15383..ranking..19299..ranking..24300..ranking..31900..ranking
VRChina..........360........9........850........6.......2800........3.......7800........1
Russland.......2244........2.......2040........2.......3245........2.......3647........2
USA..............5130........1.......4048........1.......3668........1.......2481........4
Brasilien..........261......12.........931........5.......1277........6.......1499........6
BRD................791........4........740........8........644.......10........668.......12
Mozambique........0........-............0........-...........54.........-........555.......14

Der Aluminium Gesamtverbrauch der Industrie in der BRD stieg im Gegensatz zur Produktion von 1995 bis 2003 um 38,4 %, von 2157 auf 2987 000 t (30).

Radikale Kritik
Die „Grenzen des Wachstums“ (31) haben wichtige Impulse gegeben. Andererseits verbreitet dieser Ansatz auch die Ideologie von der möglichen Reform des Kapitalismus. Die Zwänge der Profitmaximierung und des tendentiellen Falls der Profitrate aber zwingen den Kapitalismus zu fortgesetztem Wachstum. Das Wachstum der „postindustriellen“ Gesellschaft basiert keineswegs auf Finanzblasen, Dienstleistungen und Wissensproduktion. Der schmutzige, energie- und CO2-aufwändige Teil der Produktion weitet sich vielmehr immer weiter aus, verteilt sich dabei allerdings unter unerträglichen Arbeits- und Umweltstandarts über den ganzen Globus. Der Konsum dieser Produkte findet weiterhin vorwiegend in den Metropolen statt.
Statt Lobbyarbeit brauchen wir wieder mehr Auseinandersetzung um radikale, also das Problem an der Wurzel packende Analysen und Lösungen. Ein Teil dieser zu ziehenden Wurzel ist der Kapita­lismus. Der Kapitalismus entwickelt zwar einerseits rasant eine äußerst ambivalente Produktivität,basiert dabei andererseits notwendigerweise auf der Ausbeutung der äußeren Natur und des Menschen durch den Menschen. Der Kapitalismus untergräbt damit „zugleich die Springquellen allen Reichtums ...: die Erde und den Arbeiter“ (32) Global gesehen basiert der ungeheure Besitz Weniger darauf, dass die meisten Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen vegetieren müssen. "Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet“ (33) Immer deutlicher wird heute, dass der Kapitalismus nicht in der Lage ist, langfristig die Lebensgrundlagen der Menschen zu erhalten. Das ist aber auch nicht Ziel des Kapitalismus, sondern Profitmaximierung und Macht. Die neuen Tech­nologien sind keineswegs neutral, sondern konsequenter Ausdruck dieser kapitalistischen Verhält­nisse. Sie haben starke destruktive Anteile. Selbst die so genannten alternativen Technologien spiegeln diese Verhältnisse wieder: Großkonzerne haben längst fast alle kleinen Unternehmen aufgekauft. Produziert wird zunehmend in der globalen Fabrik, z.T. mit Kinderarbeit. Die Rohstoffe dienen im Zweifelsfall der Finanzierung von Warlords. Die Anlagen regenerativer Energie werden immer größer. Eine Konsequenz ist die Erweiterung des Hochspannungs-Leitungsnetzes an stelle dezentraler Energieversorgung. Das wird gemacht, obwohl außer bei unterirdischer Verkabelung, negative gesundheitliche Effekte nachgewiesen sind. (34)

Die Alternativen

Es dürfte nach dem Gesagten klar sein, dass die Alternativen keine rein technische Frage sind. Es gilt eine Welt zu erkämpfen, in der der Mensch und nicht die ökonomische Rationalität im Mittelpunkt von Denken und Handeln steht. Je schneller wir den Kapitalismus überwinden, um so eher haben wir noch eine Chance, die Forderung nach einem guten Leben für alle Menschen umzusetzen. Das muss eine Gesellschaft sein ohne Herrschaft, ohne Tausch und Geld, wo die Ökonomie statt von den Leistungen von den Bedürfnissen der Menschen (35) und der substantiellen Gleichheit (36, Anm. I) aller ausgeht.
Es geht darum, die Erkenntnis zu verbreiten, dass es notwendig ist, den Kapitalismus und andere Herrschaftsverhältnisse abzuschaffen. Freiräume und erfolgreicher Widerstand können Ansätze sein, in denen Menschen die Hoffnung, diese Notwendigkeit auch durchsetzen zu können, erfah­ren. Eine von Herrschaft befreite Gesellschaft kann und wird weit eher in der Lage sein, die sozia­len, gesellschaftlichen und auch die technischen Fragen in eine Richtung weiter zu entwickeln, die langfristige und emanzipatorische Perspektiven eröffnet. Eine global durchgesetzte Produktion im Sinne der Bedürfnisse der Menschen wird z.B. keine Militärs, keine Rüstungsgüter und keine globale Fabrik, da sie ja keine Unterschiede des Lohnniveaus, der Sozial- und der Umwelt-Standards ausnutzen kann, mehr kennen.
Wir sollten uns also auch von der Idee verabschieden, dass alternative Energien die Lösung der Probleme ermöglichen. Jede Technologie hat unter kapitalistischen Bedingungen in erster Linie Profit zu erwirtschaften. Es wird also nicht produziert was sozial und ökologisch sinnvoll ist, sondern was wirtschaftlich am besten verwertbar ist.
Trotz aller Widersprüche lassen sich aber auch die regenerativen Energien und die Kraftwärme­koppelung als Alternativen anführen, die für den Übergang notwendig sind. „Die Treibhausgas-Emissionen aus solarthermischen Kraftwerken oder Windkraftanlagen liegen bei nur 2 bis 3 % der Emissionen“ (3) von CCS-Kohlekraftwerken. Als Ergänzung zum Ausbau erneuerbarer Energien sind Gaskraftwerke mit Kraftwärmekoppelung derzeit sinnvoll. Deren heutige Treibhausgas-Emissionen entsprechen dem, was die CCS-Technologie für die Zukunft verspricht.(8) Erdgas-Blockheizkraftwerke stoßen bereits heute nur ca. 1/3 soviel Treibhausgase aus.(8) VW will neue Mini-Gas-Blockheizkraftwerke für einzelne Häuser bauen, die ab 2010 von Lichtblick über Nutzungsverträge vermarktet werden sollen (37). Darin ist, trotz einer insgesamt negativen Bewer­tung beider Konzerne, im widersprüchlichen Hier und Jetzt ein positives Potential.
Der Einsatz regenerativer Energien lässt sich ausbauen, ohne die Systemfrage zu stellen. Sie bergen nur geringe Risiken. Sie sind klimapolitisch deutlich sinnvoller (Scenario NaturschutzPlus (38)). Wie das Wuppertal Institut berechnet, sind sie nicht einmal in der heutigen volkswirt­schaftlichen Logik von Nachteil. Die Kosten der Stromerzeugung mit ihnen liegen nicht höher als bei CCS (8). Aber: Die Interessen wichtiger Fraktionen des Kapitals setzen auf andere, weit destruk­tivere Wege, auf CCS und Atomkraft. Dezentrale Energieversorgung gefährdet ihre Monopole.
Wenn wir etwas anderes anstreben, müssen wir dafür kämpfen. Die Politik setzt im Energie­bereich, sofern kein Widerstand sichtbar ist, die Interessen der starken Großindustrie-Lobby durch. Unser Widerstand sollte aber weiter reichen, als das wir die Politik dazu zwingen, ihrer Rolle als Ideeller Gesamtkapitalist gerecht zu werden. Denn: Die langfristige Sicherung der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse ist das genaue Gegenteil unserer Ziele.

Quellen
(1)Matthias Koch: Kohlendioxid-Friedhof unter Bremen?, Bremer Anzeiger 23.8.2009
(2)IPCC Sachstandsbericht 2007, http://de.wikipedia.org/wiki/Vierter_Sachstandsbericht_des_IPCC
(3)Peter Viebahn, Manfred Fischedick, Daniel Vallentin: Klimaaspekte: CO2-Abscheidung- und -Speicherung, S. 145 - 152 in: WorldWatch Institute (Hrsg): Zur Lage der Welt 2009
(4)Germanwatch: CCS - Ablenkungsmanöver oder Brückentechnologie ins Solarzeitalter?, Pressemitteilung 9.9.2008
(5)nach: http://www.rag-deutsche-steinkohle.de/medien/pdf/T-1101110266.pdf
(6)Gabriela von Goerne im Greenpeace-Interview, 27.12.2007 (http://www.greenpeace.de/themen/klima/nachrichten/artikel/co2_abscheidung_was_ist_das_ein_interview/)
(7)Wolfgang Pomrehn: CO2 Gesetz gescheitert, 24.6.09, http://www.heise.de/tp/blogs/2/141051
(8)Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie: RECCS-Studie (Kurzfassung)
(8a) dito, Langfassung, S. 124 - 125
(9)8,7.2009, http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/180725/
(10) http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Abscheidung_und_-Speicherung
(11) Hartmut Idzko: Riskanter Kohleabbau,5.11.06 (http://www.mdr.de/windrose/3703121.html)
(12)Der Fischer Weltalmanach 2003, FischerTaschenbuchverlag, Frankfurt/main 2002
(13) Der Fischer Weltalmanach 2007, FischerTaschenbuchverlag, Frankfurt/main 2006
(14) http://www.duh.de/uploads/media/DUH_zu_CCS_Gesetzentwurf_STN_010409.pdf
(15) Atommüll 2.0 - CO2 soll unter die Erde, in: http://de.indymedia.org/2009/04/248272.shtml
(16) Reinhard Wolff: Kohlendioxid lässt sich nicht recyceln, TAZ 3.7.2007
(17) Ulf Bossel: Carbon Capture und Storage: aber wohin mit dem CO2?http://www.efcf.com/reports/D08.pdf
(18) http://de.wikipedia.org/wiki/Methan
(19) http://de.wikipedia.org/wiki/Nyos-See#Die_Katastrophe_von_Nyos
(20) Film: Klima der Hoffnung, Australien 2007
(21) http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/gesetzentwurf_ccs.pdf
(22) Horst Frey: Landkreis Osterholz ist gegen CO2-Lagerstätten, Weserkurier 30.7.2009
(23) Reinhard Wolff: Proteste stoppen Vattenfall, TAZ 15.5.2009
(24) http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/169920
(25) http://www.ausdenaugenausdemsinn.de
(26) Sal Macis: Die Privatisierung der Atmosphäre, in: Graswurzelrevolution 325, Jan.2008
(27) Jan Haase, 22.6.2009: Protest auf dem Atomkraftwerk Unterweser http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/protest_auf_dem_atomkraftwerk_unterweser/
(28) http://gruppen.greenpeace.de/wuppertal/titelseite_files/flyer_atomkraft_schadet_deutschland.pdf
(29) http://de.wikipedia.org/wiki/Aluminiummarkt
(30) www.umweltbundesamt-umwelt-deutschland.de/umweltdaten/
(31) Danella u. Dennis L. Meadows u.a.: Die Grenzen des Wachstums – Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, Stuttgart 1972
(32) Karl Marx: Das Kapital, Band I, MEW 23, S.530
(33) Jean Ziegler, Interview in: We Feed the World, Film von Erwin Wagenhofer, 2006
(34) Rainer Frentzel-Beyme: Athermische Wirkungen elektromagnetischer Felder und Strahlungen auf die menschliche Gesundheit, in: umwelt-medizin-gesellschaft 22 / 2009
(35) Peter Kropotkin: Die Eroberung des Brotes
(36) Murray Bookchin: Die Neugestaltung der Gesellschaft
(37) Johannes Ritter, Werner Sturbeck und Georg Küffner: Minikraftwerke für den häuslichen Keller, FAZ 10.9.2009
(38) u.a.: http://www.energiegipfel.de/documents/09_Nitsch.pdf

Anm. I:
Bookchin grenzt den Begriff substantielle Gleichheit sowohl von der leninistischen absoluten Plangleichheit als auch von der bürgerlichen formal-rechtlichen Gleichheit ab. Mit Kropotkin (35) geht er davon aus, dass die Menschen nach Erfüllung der Grundbedürfnisse unterschiedliche Bedürfnisse ent­wickeln. Von deren Befriedigung unter substantieller Gleichheit dürfen aber nicht die Bedürf­nisse anderer, z.B. durch übermäßigen Ressourcenverbrauch, verhindert werden.

Johann Bergmann
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Anmerkungen, Kritik, Komentare


Es scheint so, dass das bislang größte CCS-Speicher-Projekt im Ölfeld Weybourne, Kanda seit Jahren leckt. Beobachtungen eines Farmerehepaars wurden durch eine Studie untermauert (gerade gelesen in: Hanno Böck: Kohlendioxid-Speicher in Kanada leckt, S. 17 in: Grünes Blatt Nr. 58, Sommer 2011