Camporga/Reader

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EINLEITUNG/ZU DIESEM READER

  • bei klick auf z.B. thema/motto geht’s zur intensiveren auseinandersetzung.

Am besten öffnet sich text an ort und stelle. Text hierzu in diesem worddokument: in eckigen klammern bla bla …. Könnte aber auch in text ohne weiterklick integriert werden.

  • bei : internetadressen/kontakte reinschreiben
  • bei (E) eigene erfahrungsberichte reinschreiben (vielleicht in anderer schrift oder farbe!), damit das ganze lebhafter und grundsätzliches zum möglichst freien zusammensein – und lernen klar wird.

Kann aber auch überall da gemacht werden, wo kein  oder (E) steht! nicht alles, was in diesem reader steht, ist bedingung für ein erfolgreichreiches camp. Viele menschen können zu freiem zusammenleben etwas beitragen. Jemand organisiert vorher, andere machen workshops, andere machen musik, ... selbstorganisation üben!



VORBEREITUNG

inhalte/anspruch des camps

sollte/n zunächst weitestgehend geklärt und ein selbstverständnis möglichst vor und auf dem camp öffentlich gemacht werden (a-camp, culdt-camp als bsp)

grundsätzliches

  • soll es ein thema/motto geben (eine themenvorgabe gibt gezielte, intensive auseinandersetzung mit einem thema. Kein thema macht D.I.Y. schwerer, da nicht jedeR zu einem thema workshops machen kann) ?
  • welches thema/motto hat das camp, was will erreicht werden, soll es themenschwerpunkte geben?
  • welche grundsätze sollen im voraus festgelegt werden, wer/was ist erwünscht oder soll nicht aufs camp (was soll grundkonsens für die beteiligten sein)?
    • selbstorganisiert, antisexistisch, antirasisstisch,...
    • ...
  • soll das camp eher theorie – oder aktionslastig sein oder beides oder alles offenlassen? (E)
  • welches alter wird angesprochen, muss platz und freiraum für kinder/jugendliche geschaffen werden? (E)
Also ich kann nur vom AST08 berichten. Ich finds wichtig, dass ALLE Platz finden, egal welchen Alters. Aber leider fiel die Kinderbetreuung oft nur auf die Eltern der Kinder, so dass diese nicht an Workshops teilnehmen konnten. Es gab zwar eine Wand zum Eintragen, aber das taten eben nur wenige gleiche. --Morg
  • was ist das ziel des camps?

strukturierung

  • strukturierung des camps:
    • soll selbst gekocht oder eine kochgruppe engagiert werden
    • wenn selbst gekocht wird: selbstorganisation üben, eigene essenswahl, billig wenn feste kochgruppe kocht: mehr zeit für workshops, teurer? (E)
    • und was soll gekocht werden, sodass möglichst alle essen können (vegan)?
  • es ist von vorteil, vorschläge zur kommunikation zu erarbeiten (plena wann, wo und wie?, andere entscheidungsstrukturen, arbeitsgruppen?, ...) (E)
  • wie kann mit konflikten umgegangen werden (sexismusvorwürfe, nazis, staatsrepression, fotografieren/filmen auf dem camp, umgang mit alkohol/drogen, ...)?
  • feste ansprechpartnerInnen, möglichst gekennzeichnet z.b. durch eine armbinde, können bei übergriffen vertrauensvoll helfen und vermitteln.
    • grenzcamp (??)
  • transparenz:
  • um dominanzverhalten und entscheidungen durch (unterschwellige) autoritäten vorzubeugen, sollte alles möglichst transparent sein. das heißt:
    • soll sich die orga-gruppe mit beginn des camps auflösen alle sind verantwortlich; die arbeit bleibt nicht nur an wenigen hängen; vermeidung der bildung einer gruppe, die durch wissensvorsprung das camp lenkt und so aufgaben, verantwortung, entscheidungen und gestaltung des camps den teilnehmenden selbst überlassen. (E)
    • geldangelegenheiten und wissensvorsprünge ständig offen legen !!!
    • wenn möglich auch schon vor dem camp den stand der dinge der planung (im internet) freigeben und so eine mitarbeit vieler auch in der vorbereitung zu erreichen! (E)
    • email-verteiler einrichten um dezentrale vorbeitungsbeteiligung möglichst vieler zu vereinfachen (wie richte ich einen email-verteiler ein?)

größe

  • wie groß soll das camp werden (E), wie viele menschen finden auf dem angedachten gelände platz?
  • gibt es raum für kinder und ruhebedürftige und wie weit ist auf dem gelände eine enthinderung möglich?

beiträge

  • ein richtbetrag/unkostenbeitrag sollte vor dem camp festgelegt und veröffentlicht werden. deutlich machen, dass es sich um einen freiwilligen beitrag handelt, dass aber auch geld unbedingt gebraucht wird für orga (werbung etc.) und essen usw.
  • Ein tagessatz hat sich als vorteilhaft gezeigt, da an- und abreise von leuten ständig stattfindet.
  • Beitrag berechnen aus (E):
    • evtl. nutzgebühr (platz/haus, strom, wasser, gas, ...)
    • essen (wenn nicht extra-vokü mit spende)
    • evtl. gasflaschen
    • evtl. vorgestrecktes geld für werbung
    • geld für nächstes camp
    • sonstiges (klebeband, evtl. spritkosten und alles andere)
    • (rest-)geld zur unterstützung von anderen projekten/initiativen
    • materialverschleiß bedenken


organisatorisches

vorbereitungswoche

  • bei weitgehend vorhandener infrastruktur reichen 3-4 tage, wenn klos etc noch gebaut werden müssen mind. 1 woche (E)

infrastruktur

  • bei angedachtem gelände/gebäude erfragen und anschauen:
    • größe (zeltfläche, kino, workshopräume, party, …)
    • preise
    • wasser/strom (wie viel m schlauch, kupplungen, düsen etc werden gebraucht?
    • wird ein generator + benzin benötigt?)
    • abschließbarer raum für geld, getränke etc.
    • internetzugang
    • projektform/-arbeit, welcher ort/welches projekt ist geeignet und gewollt durch
    • anwesenheit/mitarbeit/miete unterstützt zu werden?
    • möglichst viele versch. orte drinnen und draußen für workshops
    • athmosphäre und kommunikation auf dem gelände
    • feste ansprechpartner vom gelände
    • ist das mitbringen von hunden möglich?
  • außerdem nach allen benötigten dingen fragen (wie beamer etc.). in projekten ist ja oft schon eine menge vorhanden und kann benutzt werden.
  • erste hilfe erste hilfe-koffer für alle sichtbar aufstellen und sani anfragen. was drin sein sollte:
    •  ?
  • klos & duschen:
    • wenn nicht vorhanden, selbst bauen
    • in kompostklos darf nicht gepinkelt werden, sonst stinkts gewaltig und der kompostierungsprozess funktioniert nicht mehr richtig!
    • Immer laub und rinden mulch danebenstellen, der nach jedem kacken als spülung dient.
    • donnerbalken: loch in der erde mit balken drüber zum drauf sitzen.
    • Kompostklo: wichtig ist eine art kasten, der nach unten offen ist und zum obendrauf sitzen.
    • Evtl. mit sichtschutz rundherum oder auch mit dach.
    • Wenn der kasten voll ist, wird das klo einfach woanders hingetragen.
    • duschen: schlauch mit düse und europaletten zum drauf stehen. Sichtschutz z.b. aus planen. Durch ein dach mit schwarzem kanister drauf gibt’s warmes wasser.
    • duschzeug: ökologisch vertragbar+billig: kernseife in wasser auflösen und z.b. in pet-flaschen in dusche hängen.
  • küche/gulaschkanone (wenn selbst gekocht wird): bei voküs und camps anfragen
  • was wird benötigt (außenküche, gas, brenner, töpfe, pfannen, besteck, töpfe, ...)?
  • kosten für ausleihen?
  • transport frühzeitig organisieren!
  • kiosk: was kommt in den kiosk (wasser, saft, (malz)bier, wein, tampons/binden, kondome, klopapier, tabak, blättchen, süßes, ...)
    • wo bestellen?
    • wie organisieren (passt immer jemand auf/kiosk allein lassen, ...)?
  • kultur:
    • Kino: leinwand, beamer, abspielgeräte, filme (zum selbst mitbringen aufrufen!)
    • party/konzerte:
      • bands, anlage + evtl. kosten (haben die bands selbst equipment?)
      • kleinanzeigen bei www.anarchismus.de, Wahrschauer, Plastic Bomb, ...
      • aushänge in plattenläden und veranstaltungsräumen
    • vorlesungen/variete/show/theater:
      • ...
  • workshops:
    • leute zum anbieten von workshops animieren (E), evtl. leute/gruppen einladen, diaprojektor, leinwand, tageslichtprojektor
  • essen & trinken:
    • für erste tage besorgen
    • ...
  • zelte/räume
    • begrüßungs-/infozelt –oder raum als empfang und anlaufstelle für fragende/suchende
    • kinder, gemeinschafts- und frauenzelt oder -raum (E)
  • info
    • infoläden fragen, ob sie büchertisch machen wollen
    • bei verlagen nach alten zeitungsexemplaren fragen
  • infotelefon:
    • während der camp-zeit für notfälle und leute, die z.B. abgeholt werden müssen


werbung & info

  • plakate:
    • was drauf sollte: wer(kontakt), was, wann, wo, (warum), evtl. Leiste mit Anzeigen von Anarchistischen Projekten (zeitungen, fau, ...) als werbung und als maßnahme zur stärkeren vernetzung
  • offsetdruck: mit dem computer folgende vorgehensweise (auf jeden fall noch mal mit der druckerei absprechen):
    • bild(er)/grafik(en) mit bildbearbeitungsprogramm (z.B. photoshop) fertig zusammensetzen (ohne text!).
    • datei in quarkxpress o.ä. importieren und schrift hinzufügen.
    • beide dateien + schriftdateien der verwendeten schriften an druckerei.
    • Auf die farbwahl und -art achten, wenn z.b. billigerer zweifarbdruck (mit Druckerei absprechen)
    • Kosten in etwa pro 1000: ??
  • andere druckarten
    •  ??
  • flyer
    • was drauf sollte: wer (kontakt), was, wann, wo, (warum) - folgende informationen machen klar, was mit dem camp erreicht werden soll, wer erwünscht ist und wer nicht etc. und müssen nicht auf einen flyer, gibt den leuten aber einen ersten eindruck und es kommen dann eher die leute, die wirklich interesse haben:
      • grundsätze
      • infos über austragungsort
      • beitragskosten + kurze erklärung wofür
      • technix (mitbringen: zelt, taschenlampe, ...)
      • anfahrtswege mit auto und öffentlichen + hinweis: gemeinsame anreise sehr hilfreich
      • nummer des camp/info-telefons
      • mit schreibprogramm (quarkxpress o.ä.): ??
    • falttechnik (falls gewünscht) beachten!
    • datei + schriftdateien an druckerei
    • kosten in etwa pro 1000: ?
  • verschicken, austeilen und kleben an infoläden, squats, kneipen, gruppen, ..., sowie an große treffen (FLI, FAUPfingstkongreß, Libertäres Camp, Mühsamfest, ...)
  • anzeigen schalten:
    • frühzeitig, da manche zeitschriften monatlich oder sogar nur vierteljährlich erscheinen!
    • Was rein sollte: wer (kontakt), was, wo, wann, (warum)?
    • Umsonstanzeige als beitrag zum camp anfragen
  • internet:
    • ...
  • Inter-/Trans-/Anationale Vernetzung:
    • eine stärkere vernetzung mit nicht - deutschsprachigen anarch@s wäre wünschenswert. dafür sollte die homepage neben dem text in deutscher sprache auch in anderen sprachen übersetzt werden und die ankündigungsmail für das camp könnte an diverse nichtdeutschsprachige Publikationen verschickt werden.
    • liste der internationalen A- presse
  • willkommensgeschenk: z.b. aufnäher


AUF DEM CAMP

  • infowand: - `zeitplan` in den sich alle mit ihren workshops etc. eintragen können
  • `verhaltensregeln´ wie keine hunde etc.
  • lageplan
  • wo sind seen, einkaufsmöglichkeiten etc?
  • busfahrplan
  • ergebniswand: platz zur verfügung stellen, wo ergebnisse der workshops/diskussionen veröffentlicht werden können

NACHBEREITUNG

  • ...

ANHANG

  • wichtige/nützliche adressen
  • verpflegung
  • vokü
    • vokü „Den Traag“/Kollektiv Rampenplan ....................................................... Ramp ät antenna.nl ökologisch vegetarisch/vegan, etwa 4 €/tag pro person
  • werbung

Original: Mai 2005